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Teil A
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Teil C
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Didaktisches Konzept zur Sprachkomplexität des SSP Meran Stadt 2021/22
Die erhöhte sprachliche Komplexität ist Normalität in den Klassen der Stadtschulen des SSP Meran Stadt. In den Klassen befindet sich eine sehr interessante Mischung aus Kindern und Jugendlichen verschiedener Kulturkreise und Muttersprachen. Wir haben im Wesentlichen 3 Zielgruppen:
- Schüler*innen mit Deutsch als Muttersprache
- Schüler*innen mit Italienisch als Muttersprache
- Schüler*innen mit einer Drittsprache als Muttersprache
In ihrem Alltag sprechen viele Schüler*innen Italienisch (auch Kinder mit Migrationshintergrund), andere sprechen im Alltag Dialekt. Durch den hohen Migrationsanteil werden im Alltag eine Vielzahl verschiedener anderer Sprachen gesprochen (Urdu, Arabisch, Albanisch, Slawisch usw.)
Die Tendenz der vergangenen Jahre, Kinder nicht deutscher Muttersprache in die deutsche Schule einzuschreiben, hat zugenommen.
a) Hoher Anteil von Schüler*innen mit Migrationshintergrund
Aus den Daten in Popcorn werden Sie entnehmen können, dass eine beträchtliche Anzahl unserer Schulklassen einen hohen durchschnittlichen Migrationsanteil aufweisen, zudem haben wir in vielen Schulklassen einen Anteil von über 30% an Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Die Anzahl der Schüler/innen mit Migrationshintergrund ist um einiges höher, wenn man Schüler/innen und Schüler mit italienischer Staatsbürgerschaft und Migrationshintergrund betrachtet:
Der Umstand, dass diese Schüler/innen die italienische Staatsbürgerschaft aufweisen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass auch die sprachlichen Kompetenzen in den beiden Landessprachen zur Genüge bestehen. Oftmals sind diese Kinder bis vor kurzem im Ausland zur Schule gegangen, obwohl die Eltern seit vielen Jahren in Italien leben und die Staatsbürgerschaft besitzen. Dieses Phänomen haben wir v. a. bei nordafrikanischen Familien. Für die Schule bedeutet dies, dass zwar keine zusätzlichen Ressourcen zugewiesen werden, diese Schüler/innen jedoch einen besonderen sprachlichen und allgemeinen Förderbedarf haben. Bei der Vergabe von Ressourcen sollten diese Umstände Beachtung finden.
Wir haben zudem Schüler/innen mit Migrationshintergrund, die ohne oder geringe Alphabetisierung in unser Bildungssystem eingestiegen sind und wo eine intensive differenzierte Betreuung über die ganze Woche erforderlich ist. Diese werden auch im kommenden Schuljahr intensive Betreuung benötigen. Diese Betreuung wird von den Klassenlehrpersonen und den DAZ-Lehrpersonen übernommen.
Die Problematik rund um die Zuweisung von Zusatzressourcen für Kinder, welche seit weniger als 3 Jahren in unserem Bildungssystem sind, ist bekannt. Viele Kinder, die bei uns den Kindergarten besucht haben, sind zwar seit mehr als drei Jahren im Bildungssystem, beherrschen die deutsche Sprache aber nicht in ausreichendem Maße.
Eine weitere bekannte Herausforderung ist die Integration und Beschulung von Quereinsteiger*innen aus dem Ausland, welche während dem Schuljahr in unser Bildungssystem kommen. Diese Betreuung ist sehr ressourcenintensiv, kaum planbar und führt zwangsläufig zu einer Umschichtung der Ressourcen.
Bereits in Vergangenheit haben wir hierfür sprengelinterne Ressourcen reserviert. In den vergangenen Jahren haben diese jedoch nicht ausgereicht, da die Anzahl der neuen Schüler*innen unverhältnismäßig hoch war.
Es ist somit unbedingt notwendig die im gegenständlichen Schuljahr zugewiesenen Ressourcen im Sprachförderbereich beizubehalten, bzw. aufzustocken.
b) Erhöhte Anzahl von Schüler/innen aus einem rein italienischsprachigen Kontext
Vor eine besondere Herausforderung stehen insbesondere unsere Grundschulen, wenn Kinder aus einem rein italienischsprachigen Kontext (italienische Eltern aber auch ausländische Eltern, die jedoch nur Italienisch sprechen) in die deutschsprachige Schule eingeschrieben werden. Aufgrund schwer nachvollziehbarer Ursachen ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der Kinder, welche die deutsche Sprache nicht oder nur bedingt beherrschen, angestiegen. Diese Kinder benötigen genau dieselbe sprachliche Betreuung wie Kinder mit Migrationshintergrund. Hierfür sind jedoch keine besonderen Ressourcen vorgesehen. Aus diesem Grund führe ich als Schulführungskraft mit jeder dieser italienischsprachigen Familien, welche ihre Kinder in die 1. Klasse der Grundschulen einschreiben wollen ein Beratungsgespräch, bei welchem ich auf die verschiedenen Problematiken hinweise. Nichts destotrotz bestehen die meisten Eltern darauf, ihre Kinder in die deutsche Schule einzuschreiben.
Auch im kommenden Schuljahr werden in den 1. Klassen der Grundschulen ca. 15 % der Kinder aus einem rein italienischsprachigen Kontext kommen. Um diesen Situationen gerecht zu werden, benötigen wir zusätzliche Ressourcen.
Eine interessante Tendenz lässt sich auch in den 1. Klassen der Mittelschulen beobachten. Jedes Jahr werden Schüler*innen, welche die italienischen Grundschulen besucht haben, in die deutsche Mittelschule eingeschrieben. Im kommenden Schuljahr sind dies 3 Schüler*innen.
c) Italienisch als Umgangssprache
Viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund verwenden aus verschiedenen Gründen im Alltag die italienische Sprache. Durch den beträchtlichen Anteil von Schüler*innen der italienischen Sprachgruppe ergibt sich in unseren Stadtschulen das Phänomen, dass die Umgangssprache auf dem Schulareal außerhalb des curricularen Unterrichts die italienische Sprache ist. Aus diesem Grund haben viele Schüler*innen mit einem sprachlichen Defizit in Deutsch einen geringeren Zeitrahmen zur Nutzung der deutschen Sprache zur Verfügung. Folge ist, dass die Sprachqualität am Ende des Bildungsverlaufs der Unterstufe bei Schüler*innen mit anderen Muttersprachen oftmals unterdurchschnittlich ist. Von dieser Situation profitieren andererseits die Kinder deutscher Muttersprache, welche im Gegenzug viel mehr Gelegenheit zum Verwenden der italienischen Sprache haben.
d) Herausforderung der Heterogenität im Sprachenunterricht
Die hohe Sprachkomplexität unseres Sprengels stellt v. a. die Sprachenlehrpersonen vor große Herausforderungen. Ein klassischer Deutschunterricht ist in allen Bildungsstufen mit dieser Klassenzusammensetzung nicht zielführend und führt zur Benachteiligung der Schüler*innen aller Zielgruppen. Als Beispiel hebe ich den Sprachbedarf von Schüler*innen deutscher Muttersprache hervor. Wenn kein differenzierter Sprachunterricht angeboten werden kann, entwickelt sich deren Sprachniveau in der deutschen Sprache im Verhältnis zu gleichaltrigen Schüler*innen anderer Schulen mit geringerer Sprachkomplexität zwangsläufig schlechter. In den Grundschulen wird aus diesem Grund im Deutschunterricht vermehrt im Team unterrichtet. Diese Vorgehensweise ist auch in der Mittelschule notwendig, wobei oftmals die notwendigen personellen Ressourcen fehlen.
Die Differenzierungsmaßnahmen für diese Zielgruppen sind vielfältiger Natur:
Zusätzlicher Sprachunterricht im Rahmen von alternativem Religionsunterricht; DAZ-Unterricht für A0 und A1-Niveau an allen Schulstellen, theaterpädagogische Angebote, auch zum sozialen Lernen und Sprachförderung, durch eine schulintern freigestellte zur Theaterpädagogin ausgebildete Lehrperson; Klassenteilungen und systematischer Teamunterricht in den Sprachfächern, sowohl in der Grundschule als auch in der Mittelschule.
Die sprachliche Heterogenität in unseren Schulklassen führt dazu, dass ohne Differenzierung im Unterricht keine der oben genannten Zielgruppen in angemessener Weise sprachlich gefördert werden kann. Aus diesem Grund ist es unbedingt notwendig, mehr Ressourcen in den Fachbereichen Literarische Fächer, Italienisch und Klassenlehrpersonen zu erhalten.
Als Maßstab können im Groben die Zusatzressourcen gelten, welche im gegenständlichen Schuljahr aufgrund des Corona-Notstandes zusätzlich zugewiesen worden sind.
a) Hohe Grundkomplexität des SSP Meran Stadt
Der SSP Meran Stadt ist gemessen an den Schülerzahlen der größte Schulsprengel (Schule) des Landes mit 1.000 Schülerinnen und Schülern. Zudem besteht der SSP (ausgenommen GS Burgstall) aus Schulen im städtischen Umfeld. Wie unter Punkt a) dargestellt hat der SSP besondere soziopolitische
Rahmenbedingungen. Mehrsprachigkeit ist an der Tagesordnung. Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten sind an der Tagesordnung. Kinder aus benachteiligten sozialen Umfeldern besuchen die Schulen ebenso wie Kinder aus gutsituierten sozialen Umfeldern. Diese Heterogenität stellt die Schulgemeinschaft täglich vor große Herausforderungen. Wenn eine Herausforderung sich zur Überforderung wandelt, entsteht ein Problem! Um einer Überforderung vorzubeugen ist es unbedingt notwendig der Heterogenität durch besser angepasste didaktische Maßnahmen im Unterricht, aber insbesondere durch Arbeit in Kopräsenz, effektiv zu begegnen. Die Erfolge in den Grundschulen durch den Teamunterricht bestätigen dies. In der Mittelschule muss in Zukunft mehr auf diese Instrumente zurückgegriffen werden, um den Bedürfnissen der Kinder gerecht werden zu können. Hierfür benötigen wir auch in der Mittelschule die dementsprechenden Ressourcen.
b) Raumproblematik
Der obgenannten Sprachsituation in unseren Stadtschulen müsste durch angepasste und ausgeklügelte didaktische Konzepte begegnet werden. Für derartig angepasste Konzepte braucht es Raum. Diesen Raum haben wir in keiner unserer 5 Schulen. Gruppenteilungen, modulare Konzepte udgl. sind somit sehr schwer umsetzbar. Zwangsweise muss oft in ein und demselben Raum gearbeitet werden. Auch aus diesem Grund ist es notwendig, gezielt Teamunterricht anzuwenden, damit die Kinder in der Klasse differenziert betreut werden können.
c) Soziopolitische Rahmenbedingungen:
Der SSP Meran/Stadt liegt im Einzugsgebiet von zwei sozialpädagogischen Einrichtungen (Liebeswerk und San Nicolò) und führt daher mehrere Kinder aus beiden Einrichtungen. Es handelt sich hier um Kinder und Jugendliche mit mehrschichtigen Herausforderungen (auch familiärer Natur) sowie Auffälligkeiten und erhöhtem Begleitungsbedarf, was insgesamt intensiver Netzwerkarbeit durch die Lehrpersonen und Koordinator/innen bedarf.
Im Einzugsgebiet des SSP liegt zudem das Frauenhaus für den Bezirk Burggrafenamt. Dies bedeutet für uns, dass immer wieder Kinder und Jugendliche während des Schuljahres aufgrund des Wohnsitzwechsels der Mütter in das Frauenhaus in die Schulen des SSP Meran Stadt gehen. Die Erfahrung zeigt, dass hier besonders intensiv mit den Schülerinnen und Schülern gearbeitet werden muss, um sie schulisch aber auch soziopsychologisch zu unterstützen. Hierzu braucht es die dementsprechenden Ressourcen.
Ebenso im Einzugsgebiet des SSP Meran Stadt angesiedelt ist die fiktive Wohnanschrift der Gemeinde Meran für italienische Staatsbürger und ausländische Bürger mit unbeschränkter
Aufenthaltsgenehmigung, welche keinen festen Wohnsitz aufweisen. Zumeist handelt es sich um Familien, die zumindest für eine bestimmte Zeit in Wohnwägen oder dergleichen wohnen und auf der Warteliste für die Zuweisung einer Sozialwohnung sind. Einige dieser Familien streben gar keine Unterbringung in einer Sozialwohnung an, sondern leben aus kulturellen und persönlichen Überzeugungen in einem Wohnwagen. In diesen Fällen bedürfen die Schülerinnen und Schüler besonderer Betreuung, die nicht nur durch die verschiedenen Dienste, sondern insbesondere durch die Schulen erbracht werden.
Alle diese soziopolitischen Umstände bedingen einen erhöhten Aufwand für Lehrpersonen, Direktion und Verwaltungspersonal in der Netzwerkarbeit mit den verschiedenen Diensten. Regelmäßige Treffen in Helferkreisen (die zudem zumeist von der Schule einberufen und organisiert werden müssen!), stehen an der Tagesordnung der Lehrpersonen dieses Schulsprengels.
d) Erhöhte Anzahl von Schüler/innen mit Verhaltensauffälligkeiten und besonderen Bedürfnissen:
Bedingt durch die besonderen soziokulturellen Rahmenbedingungen des SSP Meran Stadt, sind die Lehrpersonen mit einer erhöhten Anzahl von Schüler/innen mit besonderen und vielseitigen Bedürfnissen konfrontiert.
Im Schuljahr 2020-2021 besuchen Schüler mit einer Fluchttraumatisierung die MS C. Wolf. Diese Schüler fallen durch hochgradig aggressives Verhalten auf.
Wir haben zudem in den letzten beiden Schuljahren insbesondere in den ersten Klassen der Grundschule eine alarmierende Zunahme von Fällen mit gravierenden Auffälligkeiten festgestellt. Aggressives Verhalten gegenüber Mitschüler/innen, mangelnde Kooperationsfähigkeit, fehlende Grundvoraussetzungen für den Schulbesuch, das Fehlen der sozialen Einbindung in einen funktionierenden familiären Kontext stehen leider in einigen Klassen der GS Tappeiner, der GS Schweitzer und der GS Wolkenstein, aber auch an der Mittelschule C. Wolf an der Tagesordnung. Hier ist eine besonders intensive Betreuung durch eine zweite Lehrperson vonnöten. In den vergangenen Jahren sind derartige Fälle nicht mehr nur Ausnahme, sondern zur Regelmäßigkeit geworden. Aufgrund des Umstandes, dass für den Schulsprengel kein Schulsozialpädagoge vorgesehen ist, müssen diese und andere soziopädagogischen Problematiken durch Ressourcen der Schule abgedeckt werden, die an wichtigen anderen Stellen folglich nicht mehr eingesetzt werden können.
e) Ressourcen für schulinterne soziopädagogische Betreuung – ZIB Team, Sozialpädagogische Grundbetreuung an den Grundschulen
Die unter Punkt a) und b) ausgeführten Situationen und der Umstand, dass kein Schulsozialpädagoge für den SSP Meran Stadt vorgesehen ist, führen dazu, dass mit eigenen Ressourcen die soziopädagogische Betreuung an den Schulstellen organisiert werden muss. Hierfür benötigen wir zusätzliche Lehrerstunden.
In der Mittelschule C. Wolf wird das ZIB-Projekt weitergeführt. Hier arbeiten 4 ausgebildete Lehrpersonen, welche teilweise in geringfügigem Ausmaß freigestellt sind. Diese Lehrpersonen übernehmen zusammen mit der Schulführungskraft und den Klassenvorständen die Krisenintervention und die Zusammenarbeit mit den weiteren externen Netzwerkpartnern (PBZ, Dienste usw.), Beratungsgespräche mit Schüler/innen und Eltern.
In den Grundschulen werden viele teilweise auch außerordentliche Situationen durch das Team der Lehrpersonen aufgefangen. Das Konzept des ZIB kann in den Grundschulen nur bedingt umgesetzt werden. Hier haben wir in diesem Schuljahr ein anderes sozialpädagogisches Projekt umgesetzt. Dabei handelt es sich um die sog. Sozialpädagogische Grundbetreuung. Eine spezifisch ausgebildete Lehrperson wurde teilweise freigestellt, und sie übernimmt für die Grundschulstellen ähnliche Aufgaben wie die traditionellen ZIB Lehrpersonen, natürlich auf die Bedürfnisse der Grundschulen und der Kinder abgestimmt. Auch für die Weiterführung dieses Projekts würden wir zusätzliche Lehrerstunden benötigen.
f) Abendmittelschule und Förderung der Eltern
Die Mittelschule führt seit 2018/2019 einen Kurs „Abendmittelschule“, in dem sich 17 Erwachsene eingeschrieben haben. Zu den vorgesehenen Ressourcen im Plansoll, die den Unterricht betreffen, werden im Laufe des Schuljahres nochmals Stunden zur Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung eingesetzt. Diese zusätzlichen Stunden sollten beibehalten werden.
Das langjährige Projekt „Mama lernt Deutsch“ konnte heuer aufgrund des Corona-Notstandes nicht ausgeführt werden. Zudem müssen die Ressourcen aus den eigenen Mitteln abgeleitet werden, was immer schwieriger wird.
Das untenstehende didaktische Konzept beschreibt zusammenfassend die Voraussetzungen, Maßnahmen und Zielsetzungen für den Umgang mit der sprachlichen Komplexität in unserem Schulsprengel. Aufgrund dieses Konzepts suchen wir um die notwendigen zusätzlichen Ressourcen an.
Abschließend ist anzumerken, dass es in den Augen der unterfertigten Schulführungskraft grundsätzlich notwendig erscheint, eine differenzierte Ressourcenzuweisung an Sprengel mit hoher Grund-, Sprach- und kultureller Komplexität vorzunehmen. Die Arbeitsbedingungen sind mit jenen anderer Sprengel, insbesondere im ländlichen Raum, nicht zu vergleichen. So lange es für „Brennpunkt-Sprengel“ keine spezifische Ressourcenzuwendung gibt, ist es schwierig den vielseitigen Herausforderungen professionell zu begegnen. Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit ist es notwendig unterschiedliche Rahmenbedingungen auch unterschiedlich zu behandeln.
Mit Dank für Ihre Arbeit sende ich
beste Grüße
Piero Di Benedetto
SCHULDIREKTOR
Der Schulsprengels Meran Stadt ist einer jener Schulsprengel in Südtirol mit der höchsten Grund- und Sprachkomplexität. Dies wird insbesondere durch folgende Umstände bedingt: 1) Hohe Grundkomplexität des SSP Meran Stadt
- Hoher Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund
- Erhöhte Anzahl von Schüler/innen aus einem rein italienischsprachigen Kontext
- Komplexe soziopolitische Rahmenbedingungen
- Hohe Sprach- und kulturelle Komplexität des SSP Meran Stadt.
Um diesen erschwerten Rahmenbedingungen begegnen zu können, bedarf es einer grundsätzlich differenzierten Zuteilung von Ressourcen im Stellenkontingent. Diese Ressourcen werden im Einklang mit dem gegenständlichen didaktischen Konzept zur sprachlichen und kulturellen Komplexität eingesetzt.
HINWEIS: GRAFIK IST IN DER PDF ERSICHTLICH
Um das gegenständliche didaktische Konzept mit den damit verbundenen Zielsetzungen umsetzen zu können ist die Zuteilung folgender Ressourcen im Schuljahr 2021-2022 notwendig: 1. In der Mittelschule: Zuweisung von 4 zusätzlichen Stellen für den Fachbereich Literarische Fächer A085 und einer zusätzlichen Stelle für den Fachbereich Italienisch A087 2. In den Grundschulen: Zuweisung von 4 zusätzlichen Stellen im Bereich der Klassenlehrpersonen 3. Im Schulsprengel: Zuweisung von 5 Stellen im Fachbereich Sprachförderung AB23 4. Im Schulsprengel: Zuweisung einer/s Schulsozialpädagogin/en in Vollzeit, bzw. der dementsprechenden Lehrerstunden, um die Freistellung einer Lehrperson vornehmen zu können. |
(Auszug aus dem Teil A des Dreijahresplans für das SJ 2020-2023 des SSP Meran Stadt)
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